Lerntherapie

Je nach Entwicklungsstand und Hintergründen der Teilleistungsschwächen wird für jedes Kind ein individueller Förderplan zusammengestellt.

Die Lerntherapie basiert auf einer ganzheitlichen Förderung. Sie setzt an den Ursachen für die Teilleistungsschwäche(n) an.

Abbildung: Lerntherapie

Mögliche Ursachen für die Teilleistungsschwäche(n) können sein:

  • Wahrnehmungsauffälligkeiten (Sehen, Hören, gestörte Lateralität, Raum-Lage-Labilität, Gleichgewichtswahrnehmung...)
  • schulische Faktoren (zu hohe Klassenfrequenzen, häufiger Lehrer-, Wohnortwechsel, methodisch-didaktische Unstimmigkeiten)
  • genetische Faktoren
  • soziale Einflüsse
  • Entwicklungsfaktoren (verzögerte Entwicklung, Überspringen der Krabbelphase, verspätetes Sprechenlernen, defizitäre Sprachbeherrschung, Auffälligkeiten in der Grob- und Feinmotorik., hier vor allem im Gleichgewicht, sensorische Integrationstörung)
  • psychosozial bedingte Auffälligkeiten (mangelndes Regelbewusstsein, Konzentrationsprobleme, Motivationsprobleme, Angst: Impulsivität, geringe Frustrationstoleranz)
  • prä- und perinatale Einflüsse (toxische Einflüsse in der Schwangerschaft, Frühgeburt, Risikoschwangerschaft, Sauerstoffmangel bei der Geburt)

Selten lassen sich Teilleistungsschwächen auf eine einzige auslösende Einflussgröße zurückführen. Bei den meisten Kindern stellt man mehrere Ursachen gleichzeitig fest, die in einem Verhältnis der Wechselwirkunge stehen.

Die Lerntherapie erfolgt in Einzeltherapiesitzungen. Auf Wunsch ist aber auch eine Förderung in Kleingruppen (max. 3 Kinder) möglich. Beides hat Vor- und Nachteile:

Einzelförderung

In der Einzelförderung wird am besten auf das einzelne Kind eingegangen. Es besteht keine Konkurrenzsituation um die Aufmerksamkeit der Therapeutin und es gibt keine Ablenkung und Störfaktoren.

Es kann immer genau an den Schwierigkeiten des Kindes gearbeitet werden. Es gibt Kinder, die zumindest zu Beginn nur in der Einzelsituation gefördert werden können.

Förderung in Kleingruppen

In der Gruppe erfahren die Kinder, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht alleine sind.

In regelmäßigen Abständen sowie bei Bedarf findet eine Elternberatung statt.

Durch einen Austausch mit der Schule wird ein positiver Lernrahmen geschaffen, damit sich das Kind in seinen schulischen Fähigkeiten optimal weiterentwickeln kann.